Bevölkerung

BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG

Rund ein Zehntel der Schweizer Bevölkerung lebt in der Ostschweiz. Zwischen 2012 und 2022 nahm die Anzahl Personen um 9,3 % zu, wobei das Wachstum insbesondere in den bereits dicht besiedelten Regionen rund um den Bodensee am stärksten ausfiel. In den beiden Appenzell ist die Bevölkerung mit einer Wachstumsrate von rund 4 % unterdurchschnittlich stark gewachsen.

Das Bevölkerungswachstum der Ostschweiz ist auf zwei Grössen zurückzuführen. Zum einen weist die Region seit Jahren einen positiven Geburtenüberschuss auf. Die Anzahl Geburten übersteigt also die Anzahl Todesfälle. Zum anderen wandern mehr Menschen in die Kernregion ein, als Menschen auswandern. Dieser zweite Einflussfaktor ist in erster Linie auslandsgetrieben. Dennoch weist die Ostschweiz einen positiven Binnenwanderungssaldo, getrieben durch Einwanderung aus den Kantonen Graubünden, Schwyz und Zürich. Am meisten interkantonale Abwanderung aus der Ostschweiz erfolgt in die Kantone Bern und Luzern.

ALTERSSTRUKTUR

Die Mehrheit der Bevölkerung der Ostschweiz ist im erwerbsfähigen Alter. Rund 62 % der Bevölkerung ist zwischen 20 und 65 Jahre alt. Bis 2033 reduziert sich dieser Anteil schätzungsweise jedoch auf 57 %. Denn die Babyboomer-Jahrgänge erreichen das Pensionsalter, vergleichsweise geburtenschwache Jahrgänge rücken nach. So übertrifft seit 2019 in der Ostschweiz die Anzahl 65-Jähriger die Anzahl 20-Jähriger. Diese Schere wird sich in den kommenden Jahren weiter öffnen. Diese Alterung der Gesellschaft ist nicht ostschweizspezifisch. Sie zeigt sich schweizweit und allgemein für Industrienationen.

Ostschweizer Bevölkerung altert
Anzahl Bewohner/-innen nach Geschlecht und Alter, Ostschweiz, 2021 und 2033