Der Finanzsektor ist von hoher, wenn auch tendenziell nachlassender Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft. Zum Finanzsektor werden alle Unternehmen gezählt, bei denen Finanzen oder die Finanzierung das Kerngeschäft ist. In der Schweiz sind dies hauptsächlich Banken und Versicherungen. Im Jahr 2019 generierte der Finanzsektor 70,5 Milliarden Franken Wertschöpfung, was einem Anteil von rund 10 % des BIP
entspricht. Der grössere Anteil entfällt mit 38,2 Milliarden Franken (5,4 %) auf die Banken, rund 32,4 Milliarden Franken (4,6 %) steuern die Versicherungen bei. Insgesamt umfasst der Finanzsektor in der Schweiz gut 345’400 Beschäftigte, wovon 222’400 direkt und 123’100 indirekt im Finanzsektor beschäftigt sind. Rund 6 % davon arbeiten in der Ostschweiz.
Der Finanzplatz Schweiz gehört zu den wichtigsten der Welt. Rund die Hälfte der verwalteten Vermögenswerte stammt aus dem Ausland. Regionalbanken haben in der Schweiz eine lange Tradition und sorgen gemeinsam mit Kantonalbanken und Raiffeisenbanken für einen effiziente Grundversorgung der inländischen Wirtschaft. Von den rund 246 Banken, die es in der Schweiz gibt, nehmen die Grossbanken UBS
und Credit Suisse rund 50 % des Marktanteils in Anspruch. In der Ostschweiz ist die Credit Suisse lediglich mit 300 bis 400 Mitarbeitenden vertreten. Die Auswirkungen der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS auf den Ostschweizer Finanzplatz dürften daher vor allem indirekter Natur sein.